Geschichtliches


Seit dem 30jährigen Krieg gab es in Seckbach Schulen, die jedoch ausschließlich den verschiedenen Glaubensgemeinschaften zugeordnet waren. Ein Dokument erwähnt eine Schule im Gebäude Wilhelmshöher Straße 135 mit zwei Klassenräumen und einer Lehrerwohnung. Später wurde die ehemalige Peterskirche (Wilhelmshöher Straße 172) von der evangelischen Mariengemeinde zu einem Schulhaus umgebaut.

Durch den Ankauf der Hofreite des Geflügelhändlers Christoph Henß im Jahr 1877 konnte am 17. August 1879 die neue Schule in Seckbach als Volksschule eingeweiht werden. Die ehemalige Scheune war zu einem Schulgebäude mit vier Klassenräumen umgebaut worden. Dazu kamen die Nebengebäude der Hofreite. 1909 erhielt die „Neue Schule“ ihren jetzigen Namen, um sie unter den inzwischen zahlreichen Schulen in und um Frankfurt identifizieren zu können. Die Schule hatte den Namenszusatz „Evangelische Bürgerschule für Knaben und Mädchen“.

Nach dem zweiten Weltkrieg stieg die Schülerzahl stark, so dass weiterer Raum benötigt wurde. Die „Neue Schule“ wurde wegen Baufälligkeit abgerissen, und es entstand ein Neubau mit elf Klassenräumen, der am 30. Juni 1953 bezogen wurde.

1970/71 wandelte sich die Zentgrafenschule in eine reine Grundschule um. Gleichzeitig wurde sie zu einer der ersten hessischen Ganztagsschulen und nannte sich seitdem „Grundschule mit Ganztagszweig“. Für die Ganztagsklassen entstand 1972 an der Hochstädter Straße ein neues Gebäude mit Küche und einem großen Speisesaal.

1979 feierte die Zentgrafenschule ihr 100jähriges Bestehen. Im selben Jahr brannte der erst sieben Jahre alte Neubau des Ganztagsgebäudes und wurde dabei schwer in Mitleidenschaft gezogen.

2010 wurde eine neue Turnhalle in Betrieb genommen, die die baufällige alte Turnhalle ersetzte.